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Pachtvertrag
Die Pacht ist die im Pachtvertrag vereinbarte Überlassung einer Sache (oder von Rechten) und der Erträge daraus, gegen Zahlung einer Pacht, des Pachtzinses. Ein Pachtvertrag ist einem Mietvertrag sehr ähnlich. Der Pachtvertrag sichert dem Pächter im Gegensatz zur Miete nicht nur den Gebrauch der Pachtsache zu, sondern auch den Ertrag aus dieser, sofern die Nutzung der Pachtsache ordnungsgemäß erfolgt (sog. Nutzungen). Der Pächter entrichtet hierfür dem Verpächter den Pachtzins.

 

Parterre
Als Parterre (von französisch par terre, „auf der Erde“) bezeichnet manin der Architektur das zu ebener Erde liegende Geschoss eines Gebäudes, siehe Parterre (Architektur)

  • in Österreich und der Schweiz den ebenerdig gelegenen Teil des Zuschauerraums im Theater oder Kino, der in Deutschland als Parkett bezeichnet wird
  • in der Gartenkunst ein flaches, nur niedrig bepflanztes Gelände, das einem Gebäude vorgelagert ist.

 

Parzellierung
Eine Grundstücksteilung ist die Aufteilung eines bestehenden Grundstückes (nicht zu verwechseln mit Flurstück) in zwei oder mehrere Teile. Aufgrund bestimmter Rechtsfolgen, die hieraus resultieren (z. B. Grunderwerbsteuer, Grundsteuer, Eigentumsrechte) ist die Teilung in einem Veränderungsnachweis zu dokumentieren, zudem ist das Liegenschaftskataster nachzuführen.

 

Passivhaus
Ein Passivhaus ist ein Gebäude, in welchem die thermische Behaglichkeit (ISO 7730) allein durch Nachheizen oder Nachkühlen des Frischluftvolumenstroms, der für ausreichende Luftqualität (DIN 1946) erforderlich ist, gewährleistet werden kann - ohne dazu zusätzlich Umluft zu verwenden. Diese Definition ist rein funktional, enthält keinerlei Zahlenwerte und gilt für jedes Klima. Die Definition zeigt, dass es nicht um einen willkürlich gesetzten Standard geht, sondern um ein grundlegendes Konzept.

 

PCB
Polychlorierte Biphenyle (PCB) sind giftige und krebsauslösende chemische Chlorverbindungen, die bis in die 1980er Jahre vor allem in Transformatoren, elektrischen Kondensatoren, in Hydraulikanlagen als Hydraulikflüssigkeit, sowie als Weichmacher in Lacken, Dichtungsmassen, Isoliermittel und Kunststoffen verwendet wurden. PCB zählen inzwischen zu den zwölf als „dreckiges Dutzend“ bekannten organischen Giftstoffen, welche durch die Stockholmer Konvention vom 22. Mai 2001 weltweit verboten wurden.

 

Penthouse
Ein Penthouse (aus dem Amerikanischen, in der Schweiz Attikawohnung) ist ein freistehendes Haus auf dem Dach eines Hochhauses oder Appartementhauses. Das Penthouse zeichnet sich dadurch aus, dass es keine gemeinsame Fassade und keinen gemeinsamen Giebel mit dem Baukörper des Unterhauses besitzt, sondern über eine umlaufende Terrasse verfügt. Es gibt auch Mischformen in Form von zwei oder mehr Häusern auf einem Dach. Diese Häuser sind dann keine freistehenden Häuser mehr, sondern allenfalls Reihenhäuser mit verkleinerten Dachterrassen. Das Penthouse besitzt meistens ein Flachdach. In japanischen Großstädten baut man aus Platzmangel oft Schreine als Penthouse auf große öffentliche Gebäude.

 

Pergola
Ursprünglich als Rankhilfe gedacht und als Anlehnkonstruktion, dient sie heute zum Betonen und Gliedern von öffentlichen oder privaten Freianlagen als freistehende Baulichkeit oder als Pergolengang. Allen Pergolatypen ist eigen, dass sie nach oben hin einen halboffenen Charakter haben, im Gegensatz zu einer Laube oder einem Schattendach. Senkrechte Rankkonstruktionen werden eher als Rankgerüst, Rankbogen oder Spalier bezeichnet. Als Pfostenmaterial kann eine Aufmauerung, ein einzelner länglicher Stein (Monolithpergola), Holzstützen oder Metallträgerkonstruktion dienen. Wichtig ist die solide Fixierung des Pergolafußes, um ein Umwehen oder Abheben der Pergola zu verhindern. Als Abdeckung kommen Holz, Metall oder Verbundwerkstoffe (bevorzugt GFK), bzw. Werkstoffkombinationen in Frage. Je nach Anordnung bezeichnet man die Pergola als Kassetten- oder Lamellenpergola. Heutzutage wird oft auch eine Überdachung zwischen Haus und Garage als Pergola bezeichnet. Das Erstellen einer Pergola ist zumindest in der Schweiz Baubewilligungspflichtig (Schweizerisches und Kantonales Planungs- und Baugesetz).

 

Pfandbrief
Ein Pfandbrief ist eine von einer Pfandbriefbank begebene Anleihe. Er zeichnet sich dadurch aus, dass dem Investor neben der Bonität der emittierenden Bank im - allerdings seit 1901 nicht mehr eingetretenen - Fall einer Insolvenz dieser Bank zusätzlich eine sog. Deckungsmasse zur Verfügung steht. Diese Deckungsmasse besteht

  • bei Hypothekenpfandbriefen aus Darlehensforderungen, die durch Grundpfandrechte auf Grundstücke besichert sind,
  • bei Schiffspfandbriefen aus Darlehensforderungen, die durch Schiffshypotheken im Schiffsregister besichert sind, und
  • bei Öffentlichen Pfandbriefen (früherer Name: Kommunalobligationen) aus Forderungen gegen die öffentliche Hand.

 

Pflasterung
Als Pflaster (v. lat. (em)plastrum) wird ein Belag für Verkehrsflächen im Straßen- und Wegebau und seltener für Fußböden in Gebäuden bezeichnet. Der Pflasterbelag besteht aus den eigentlichen Pflastersteinen, die in einer Pflasterbettung liegen, und der darunter befindlichen Tragschicht. Pflastersteine werden aus Naturstein, Beton, Klinker, Holz und Hochofenschlacke hergestellt.

 

Photovoltaik
Unter Photovoltaik oder Fotovoltaik versteht man die direkte Umwandlung von Strahlungsenergie, vornehmlich Sonnenenergie, in elektrische Energie. Sie ist seit 1958 zunächst in der Energieversorgung von Weltraumsatelliten mittels Solarzellen im Einsatz. Inzwischen wird sie zur Stromerzeugung auf der ganzen Welt eingesetzt und findet Anwendung auf Dachflächen, bei Parkscheinautomaten, an Schallschutzwänden oder auf Freiflächen. Der Name setzt sich aus den Bestandteilen Photos – das griechische Wort für Licht – und Volta – nach Alessandro Volta, einem Pionier der Elektrotechnik – zusammen. Die Photovoltaik gilt als Teilbereich der umfassenderen Solartechnik, die auch andere technische Nutzungen der Sonnenenergie einschließt.

 

Planfeststellungsverfahren
Die Planfeststellung ist in Deutschland nach dem Verwaltungsrecht des Bundes und der Länder ein (förmliches) Verwaltungsverfahren zur verbindlichen behördlichen Feststellung eines Planes. Das Planfeststellungsverfahren wird in den §§ 72 bis 78 Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG) bzw. in den zumeist inhaltsgleichen Parallelvorschriften der Landesverwaltungsverfahrensgesetze näher geregelt. Ohne das Planfeststellungsverfahren wären bei größeren Projekten, so genannten übergeordneten raumbedeutsamen Fachplanungen, eine Vielzahl von öffentlich-rechtlichen Einzelverfahren (z. B. nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz oder dem Baugesetzbuch) durchzuführen, so dass eine effiziente und konsistente Planung nahezu unmöglich wäre. Es werden allerdings ausschließlich öffentlich-rechtliche Beziehungen rechtsgestaltend geregelt. In diesem Sinne ersetzt die Planfeststellung alle anderen behördlichen Entscheidungen, insbesondere öffentlich-rechtliche Genehmigungen, Verleihungen, Erlaubnisse, Bewilligungen und Zustimmungen. Es ist bei normalen Bauvorhaben nicht anzuwenden, sondern muss durch spezialgesetzliche Rechtsvorschrift angeordnet werden. Der Planfeststellung unterliegen zum Beispiel (Liste nicht vollständig):

  • Bundesstraßen, oder Bundesautobahnen nach dem Bundesfernstraßengesetz (FStrG)
  • Bundeswasserstraßen nach dem Bundeswasserstraßengesetz (WaStrG)
  • Eisenbahnstrecken nach dem Allgemeinen Eisenbahngesetz (AEG)
  • Luftverkehrsanlagen nach dem Luftverkehrsgesetz (LuftVG)
  • Ver-/Entsorgungsanlagen nach dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW-/AbfG)
  • Betriebsanlagen für Straßenbahnen nach dem Personenbeförderungsgesetz (PBefG)
  • Bergbauliche Vorhaben, die einer Umweltverträglichkeitsprüfung bedürfen, nach dem Bundesberggesetz (BBergG)
  • Gewässer nach dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG)

 

Planzeichenverordnung
Mit Planzeichenverordnung bezeichnet man die 5. Verordnung über die Ausarbeitung der Bauleitpläne und die Darstellung des Planinhalts vom 18. Dezember 1990, abgekürzt auch Planzeichenverordnung 1990 oder PlanzV 90, veröffentlicht im BGBl. 1991 I S.58, BGBl. III 213-1-6.

 

Plattenbauten
Plattenbauten sind vorwiegend aus Betonfertigteilplatten hergestellte Gebäude, d.h. sowohl Deckenplatten als auch Wandscheiben werden als fertige Elemente auf der Baustelle zusammenmontiert. Die Plattenbauweise - auch Großtafelbauweise genannt - beschreibt ein weit verbreitetes Bauverfahren. In der Umgangssprache wird der Begriff Plattenbau häufig verengt auf einheitlich gestaltete Wohnplattenbauten in Großwohnsiedlungen.

 

Präqualifikation
Unter Präqualifizierung versteht man eine vorwettbewerbliche Eignungsprüfung, bei der potenzielle Lieferanten nach speziellen Vorgaben unabhängig von einer konkreten Ausschreibung ihre Fachkunde und Leistungsfähigkeit vorab nachweisen. An der eigentlichen Ausschreibung dürfen sich dann nur die präqualifizierten Unternehmen beteiligen. Dieses in anderen europäischen Ländern schon länger gebräuchliche Verfahren gewinnt zunehmend auch in Deutschland an Bedeutung. Vorreiter ist die Bauwirtschaft, wo durch die vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung veröffentlichte Leitlinie zur Präqualifizierung von Bauunternehmen vom April 2005 die Rahmenbedingungen gesetzt wurden. Die zwischenzeitlich im Internet öffentlich zugängliche Liste der präqualifizierten Unternehmen wird vom eigens dazu gegründeten Verein für die Präqualifizierung von Bauunternehmen geführt, ihm gehören Vertreter aller interessierten Bereiche an. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat im Rahmen eines bundesweit durchgeführten Wettbewerbsverfahrens sechs Unternehmen für den Betrieb einer Präqualifizierungsstelle (PQ-Stelle) für Unternehmen des Bauhaupt- und Baunebengewerbes ausgewählt. Als erste nationale Präqualifizierungsstelle wurde mit der Durchführung der Präqualifizierungsverfahren die DQB Deutsche Gesellschaft für Qualifizierung und Bewertung mbH beauftragt.

 

Preußische Kappe
Eine Kappendecke (auch Preußische Kappendecke oder Berliner Gewölbe genannt) ist eine Deckenkonstruktion, die aus sich wiederholenden flachen Rundtonnengewölben besteht. Zwei parallele Träger aus Stahl bilden die Widerlager. Gelegentlich wurden auch ausgemusterte Eisenbahnschienen verwendet. Dazwischen liegen die "Kappen", flache Tonnengewölbe mit dem Querschnitt eines Kreissegmentbogens. Die Höhe der Wölbung beträgt üblicherweise weniger als 15 % der Breite. Die Gewölbe bestehen aus Ziegelsteinen. 

 

Prinzip der Entscheidungsfreiheit des Auftraggebers (Maklergeschäft)
Das Prinzip der Entscheidungsfreiheit des Auftraggebers besagt, dass der Auftraggeber eines Maklers in seiner Entscheidung darüber, ob er das mit dem Maklervertrag angestrebte Geschäft tatsächlich durchführen will, frei bleibt. Erteilt der Auftraggeber einem Makler den Auftrag zur Vermittlung eines Kaufvertrages über ein Grundstück, kann er seine Verkaufsabsicht jederzeit aufgeben, die Angebotskonditionen jederzeit ändern, sich weigern mit herbeigeführten Vertragspartnern zu verhandeln usw. Weil er keine Abschlussverpflichtung hat, kann der Auftraggeber auch mehrere Makler gleichzeitig beschäftigen.

 

Projektentwickler/ung
Mit Projektentwicklung wird in der Immobilienbranche die Konzeption und Erstellung von in der Regel größeren Projekten bezeichnet. Die Projektentwicklung besteht aus der Summe aller Untersuchungen, unternehmerischen Entscheidungen, Planungen und anderen bauvorbereitenden Maßnahmen, die erforderlich oder zweckmäßig sind, um eines oder mehrere Grundstücke zu überbauen oder eine sonstige Nutzung vorzubereiten. Dazu gehört die Absicherung der baulichen und sonstigen Nutzung im wirtschaftlichen Bereich. Im Bereich des Wohnungsbaus beschränkt sich die Projektentwicklung oftmals auf die Suche nach geeigneten Grundstücken und deren Beplanung im Rahmen des geltenden Baurechts.

 

Provision
Eine Provision (v. lat. providere = vorsorgen, sorgen für) ist das Entgelt für eine verkäuferische oder vermittlerische Tätigkeit und wird überwiegend vom Kunden z. B. über eine Versicherungsgesellschaft an den Vermittler (meistens Handelsvertreter oder Handelsmakler) gezahlt. Synonym wird der Begriff der Courtage oder des Packing verwendet.